Giulio Colla
Giulio Colla

Giulio Colla

Teamtage 2025 — Volltreffer, Völlegefühl und viel Teamgeist

DATUM: 01. Oktober 2025

Hey! Wir sind Julia, Giulio und Nick, Auszubildende bei LerNetz, und erzählen hier, wie wir die diesjährigen Teamtage erlebt haben. Mitte September ging es für uns mit dem ganzen LerNetz-Team nach Steckborn.

Laptop? Check. Kamera? Check. Mitlernende? Fehlanzeige.

Erste Erkenntnis: Es kommt immer anders, als man denkt. Ausgerechnet zu den Teamtagen hatte Nick ein Virus flachgelegt und Giulio musste in den üK. So bestand der Lernenden-Kreis am ersten Tag nur aus mir, Julia, Mediamatik-Lernende im 4. Lehrjahr.

Ob im oder ums Wasser – bei LerNetz finden alle ihren Platz. (Bild: Julia Ruchti und Nick Stalder)
Ob im oder ums Wasser – bei LerNetz finden alle ihren Platz. (Bild: Julia Ruchti und Nick Stalder)

In unserem Seminarhotel, dem direkt am Bodensee gelegenen See- und Park-Hotel Feldbach, angekommen, starteten wir mit einer besonderen Übung: «Setzt euch gerade auf euren Stuhl, schliesst die Augen und versucht, eure Atemzüge wie Wasser durch den ganzen Körper fliessen zu lassen.» Klingt simpel — doch ich hatte meine Mühe damit. Probier’s selbst mal aus!

Ähnliche Übungen wie diese zur Entspannung und Achtsamkeit begleiteten uns während der Teamtage immer wieder. Sie halfen uns, besser zu erfassen, was Zukunftskompetenzen sind, die wir mit vielen unserer Lernerlebnisse fördern.

Nachdem wir den ganzen Tag an der Weiterentwicklung unserer Organisation, unserem Team und unseren Projekten gearbeitet haben, wartete vor dem Abendessen noch eine wichtige Aufgabe auf mich: die Aufnahme des diesjährigen Teamfotos. Es war gut zu wissen, dass ich unsere beiden Foto-Profis Manuel und Silvan an meiner Seite hatte. So lotste ich also das Team nacheinander an die beiden ausgewählten Locations. Zuerst nutzten wir eine Treppe, um uns aufzustellen. Nachdem wir alle auf ihre Plätze gewiesen hatten, konnte ich endlich den Auslöser der Kamera drücken. Zehn, neun, acht, … Wir warteten vergebens auf das «KLICK» der Kamera, das uns mitgeteilt hätte, dass unser Bild im Kasten ist. Die Funktion hatte ich morgens ausgeschaltet — ups. So oder so wurden die Bilder cool und jetzt musste ich sie nur noch bearbeiten.

Unsere Herzen am rechten Fleck. (Bild: Julia Ruchti)
Unsere Herzen am rechten Fleck. (Bild: Julia Ruchti)

Als wir lecker zu Abend gegessen hatten, ging es weiter mit dem Programmpunkt, der schon am Morgen mit wenigen Worten geheimnisvoll angekündigt worden war: «Esst nicht zu viel Dessert». Anlass war die Jubiläumsfeier für Dänu aus unserem Entwickler-Team. Er feierte 15 Jahre LerNetz — und wir mit ihm. Zum Dank erhielt er eine dunkle Schokotorte mit weisser Schokoglasur, darunter eine feine Schicht weisser Creme. Beschriftet war sie mit «Wir feiern 15 Jahre Dänu». Der erste Tag endete also mit reichlich Torte — so viel, dass wir auch am Mittwoch noch davon naschen konnten …

Genug Kuchen für alle. (Bild: Julia Ruchti und Nick Stalder)
Genug Kuchen für alle. (Bild: Julia Ruchti und Nick Stalder)

Nie genug Apéros

Am Dienstag ging es mit dem Thema Zukunftskompetenzen weiter — ein komplexes Thema, das mich herausforderte. Nach ein paar Gesprächen hatte ich es dann begriffen: Heute und in Zukunft gibt es gewisse Fähigkeiten, die sich unserer Ansicht nach jede Person aneignen sollte, etwa kritisches Denken oder Mut. Bei LerNetz wollen wir ein Bewusstsein für diese Fähigkeiten schaffen und sie gezielt fördern.

Fertig mit komplizierten Themen, denn am Abend gab es nochmals etwas zu feiern. Wir haben unsere fünf neuen Mitarbeitenden herzlich willkommen geheissen. Schön, dass ihr da seid: Rrezarta, Xenia, Nina, Simon und Dominic!

Wir versammelten uns im Innenhof zu unserem Neustart-Apéro. Das war die Gelegenheit für viele wertschätzende Worte, Danksagungen und eine kurze Einstimmung auf den folgenden Tag, bei dem liebgewonnene und neue Freizeitaktivitäten auf dem Programm standen. Hier hatte Giulio, Lernender KV im 3. Lehrjahr, seinen grossen Auftritt, da er massgeblich an der Organisation beteiligt war.

Giulio erklärt dem Team das Mittwochsprogramm — die meisten hören aufmerksam zu. (Bild: Julia Ruchti und Nick Stalder)
Giulio erklärt dem Team das Mittwochsprogramm — die meisten hören aufmerksam zu. (Bild: Julia Ruchti und Nick Stalder)

Als es dunkel wurde, erwachte bei einigen die Lust aufs Werwolf-Spiel. So fanden wir uns zu siebt in der kleinen Turmbar im Vintage-Stil ein. Da es bei diesem Spiel um das strategische Austricksen deiner Gegner:innen geht, merkte ich schnell, dass überzeugende Schauspielkünste und Improvisationstalent bei uns reichlich vorhanden sind.

Voll ins Schwarze — Giulios Perspektive

«Guten Morgen Giulio, wir sehen uns dann auf der Wiese.» Mit diesen Worten stand er plötzlich vor mir — unser Coach für die nächsten zweieinhalb Stunden.

Blick aufs Ziel, eine stabile Standposition, aufrechte Haltung, Körperspannung, dann tief ein und aus atmen … «ZISCHHH». So klang mein Pfeil, bevor ich ihn 5 Meter neben dem Ziel wieder aufsammelte. Jawohl, treffen ist eine Kunst! Und Bogenschiessen ist ein Sport, der jedem Ego eine Lektion in Bescheidenheit erteilt, zumindest war es bei mir so. Doch nur für die ersten 30 Minuten. Danach sah es schon anders aus.

Mit der Zeit merkte ich: Ohne Intuition ging gar nichts. Auf sie musste ich mich immer wieder verlassen — besonders beim Zielen. Oder hatte ich vielleicht doch meine Kontaktlinsen fürs linke und rechte Auge vertauscht? Wie auch immer: Intuition war ein Schlüsselfaktor, der tatsächlich so manchen Treffer ermöglichte. Unsere Teammitglieder bekamen das ebenfalls zu spüren. Zum Glück nicht in Form von Pfeilen, sondern mit jeder Faser ihres Körpers … der Spass am Bogenschiessen war einfach ansteckend.

Von kompetitiven wie auch kooperativen Übungen über das lustige Abschiessen von Ballons bis hin zum rhythmischen und synchronen Schiessen war alles dabei.

Der Teamtage-Effekt

Für uns ist es schön, unsere Kolleg:innen abseits des Büroalltags zu erleben. Man lernt sich besser kennen und nimmt sich bewusst Zeit, um als Team noch stärker zusammenzuwachsen. Besonders mit den neuen Mitarbeitenden, die wir bis jetzt vor allem vom «Guete Morge!» und «Schöne Abe!» kannten, haben wir viel geplaudert. In Momenten, in denen fast alle «LerNetzies» zusammenkommen, spürt man einmal mehr, was Teamgeist bedeutet.

(Sonnige) Aussichten. (Bild: Julia Ruchti und Nick Stalder)
(Sonnige) Aussichten. (Bild: Julia Ruchti und Nick Stalder)

Die Teamtage als Fotostory — Nicks Perspektive

Ich bin Nick, ausgelernter Kaufmann und im 2. Lehrjahr als Mediamatiker. Leider konnte ich diesmal nicht an den Teamtagen dabei sein. Umso schöner war es, die Stimmung zumindest digital mitzuerleben: Fotos, kurze Clips und Nachrichten haben mich erreicht. Besonders gefreut habe ich mich, dass ich bei der Nachbearbeitung der Fotos trotzdem mithelfen konnte. Auch wenn ich nicht vor Ort war, hatte ich so meinen kleinen Anteil an diesen besonderen Tagen.

Schoggi
Eigentlich lieben wir ja Schokolade, aber darf es auch einmal ein Cookie sein?