Digitale Transformation von Lehrmitteln für die Volksschule

Klett und Balmer Verlag
Lehrmittelverlage
digiOne und digitaler Raum
digiOne und digitaler Raum

Für den Klett und Balmer Verlag dürfen wir seit 2019 digitale Lehrmittel-Plattformen entwickeln. Die Plattform «digiOne» ist darauf ausgerichtet, Lehrmittel vollumfänglich digital zu nutzen. Der «digitale Raum» hingegen ist als Ergänzung zum gedruckten Lehrmittel konzipiert und unterstützt den Lernprozess mittels Zugang zu digitalen Lernressourcen.

Erste Einblicke in die als Hybrid konzipierte neue digitale Plattform
Erste Einblicke in die als Hybrid konzipierte neue digitale Plattform
Digitaler Raum «Mathbuch»

DigiOne und digitaler Raum

Der Klett und Balmer Verlag mit Sitz in Baar ist ein in der Schweiz verankerter und gleichzeitig international vernetzter Lehrmittelanbieter mit einem umfassenden Sortiment aus einer Hand. Er gehört zusammen mit den produzierenden kantonalen Lehrmittelverlagen zu den wichtigsten Herausgebern von Lehrmitteln für die Schweizer Volksschule.

Grosse Lehrmittel für die Hauptfächer (Deutsch, Französisch, Mathematik, NMG) umfassen in der Regel mehrere Produktteile: Schülerband, Lehrpersonenkommentar, Arbeitshefte, Nachschlagewerke, interaktive Aufgaben, audiovisuelle Medien, Prüfungsvorlagen, ergänzende Arbeitsblätter zur Differenzierung des Niveaus und vieles mehr.

Wie könnte ein volldigitales Lehrmittel aufgebaut sein, das einfach und intuitiv in der Nutzung ist, ohne Abstriche beim Umfang oder dem didaktischen Konzept machen zu müssen? Welche Chancen fürs Lernen ergeben sich, wenn neben den gedruckten Komponenten eines Lehrmittels auch eine Art Erweiterung in Form eines «digitalen Raums» mit Übungsmaterial, Selbstkontrollen, Erklärvideos und Visualisierungen zur Verfügung stehen würde? Wo und wie können wir KI-Applikationen geschickt integrieren und damit einen echten Mehrwert fürs Lernen bieten?

Lösungen, die sowohl Lehrpersonen als auch Schülerinnen und Schüler begeistern

Die Lehrmittel des Klett und Balmer Verlags richten sich einerseits an Schülerinnen und Schüler der Volksschule und der Sekundarstufe 2. Andererseits richten sich die Lehrmittel immer auch an die Lehrpersonen. Die beiden Zielgruppen haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse an ein Lehrmittel. Wie gelingt es, Lösungen zu entwickeln, die beiden Zielgruppen gerecht werden? Welche Funktionen müssen unbedingt sein – und was ist «nice to have» oder gefährdet gar den Erfolg des Produkts, weil es die Komplexität unnötig erhöht?

Von der Konzeptstudie zur skalierbaren Softwareplattform

Die Zusammenarbeit seit 2019 lässt sich grob in drei Phasen aufteilen. In einer ersten Phase ging es darum, die komplexe Ausgangslage und die Anforderungen an ein modernes Lehrmittel zu verstehen und gemeinsam mit dem Verlag eine Konzeptstudie in Form eines visuellen Prototyps zu entwickeln. Auf dieser Basis wurde dann auch das erste Lehrmittel im Sinne eines Pilots mit dem neuen Format «digiOne» umgesetzt.

In der Konzeptphase wurde auch einmal ein Lehrmittel verschnitten, um die interaktiven Elemente für digiOne zu definieren.
In der Konzeptphase wurde auch einmal ein Lehrmittel verschnitten, um die interaktiven Elemente für digiOne zu definieren.

In einer zweiten Phase stand die Skalierung des Formats im Vordergrund. Aus einer passgenauen Softwarelösung für EIN Lehrmittel wurde eine Softwareplattform, die es erlaubt, beliebig viele Lehrmittel mit geringfügigem Aufwand aufzuschalten und zu publizieren.

In der dritten Phase schliesslich wurde das Konzept ausgeweitet, sodass neben rein digitalen Umsetzungen auch hybride Szenarien realisierbar werden. Das Resultat ist eine robuste und skalierbare Plattform, die zwei ganz unterschiedliche Lehr- und Lernszenarien ermöglicht.

Ob volldigital oder hybrid – auf den Einsatzzweck, die Stufe und die Präferenz kommt es an

Die Erfahrungen mit «digiOne» haben gezeigt: Ein komplett digitales Lehrmittel kann neue didaktische Möglichkeiten eröffnen, stösst im Schulalltag der Volksschule aber auch an Grenzen. Infrastruktur, Fachlogiken und persönliche Arbeitsweisen der Lehrpersonen spielen eine zentrale Rolle. Mit der Weiterentwicklung zum hybriden Ansatz verbindet der Klett und Balmer Verlag das Beste aus beiden Welten: gedruckte Lehrmittel als verlässliche Basis und einen digitalen Raum, der gezielt ergänzt, vertieft und differenziert. So können Schulen, Lehrpersonen und Lernende je nach Stufe, Einsatzzweck und Präferenz entscheiden, wie digital sie arbeiten möchten – ohne Abstriche bei Didaktik, Qualität oder Alltagstauglichkeit.

  • Die Partnerschaft war von Beginn an von Vertrauen und gemeinsamen Zielen geprägt. So konnten wir mutige Entscheidungen treffen und digitale sowie hybride Lehrmittel entwickeln, die sich konsequent am Schulalltag orientieren.

     Daniela Ganter – Programmleiterin, Klett und Balmer Verlag

  • Die enge Zusammenarbeit und das gemeinsame Verständnis für Didaktik, Technik und Prozesse haben es ermöglicht, komplexe Inhalte sinnvoll zu digitalisieren, ohne die Praxisnähe aus den Augen zu verlieren.

    Sarah Kägi – Projektleiterin digitale Lernmedien, Klett und Balmer Verlag

Marc  Widmer
Marc Widmer

Marc Widmer

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Schoggi
Eigentlich lieben wir ja Schokolade, aber darf es auch einmal ein Cookie sein?